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Kinderhandball U6-U9

Vor noch nicht allzu langer Zeit sind Kinder meist gegen Ende des Volksschulalters mit dem Handball in Berührung gekommen und haben mit 9/10 Jahren zu spielen begonnen. Die Einführung der U9-Turniere hat den Einstieg ein wenig nach vorne verschoben, doch mittlerweile gibt es schon viele Vereine, die Kindern ab 4/5 Jahren das Abenteuer Kinderhandball in abwechslungsreicher und spielerischer Form vorstellen und näher bringen.

Um diesen Trend von ÖHB Seite zu unterstützen und zu verstärken, wird es ab der Saison 2017/2018 für die 6-8 Jährigen spezielle Spielefeste geben, in denen sich die Kinder nicht nur im Handballspielen, sonder vor allem auch in Geschicklichkeitsbewerben versuchen können. Nachfolgend ein kurzer Überblick zu den Spielformen in den Altersklassen U7 (6-8 Jahre) und U9 (9/10 Jahre).

Der Einstieg (U7, 6 – 8 Jahre)

Wenn ein Kind zum Sport – und hier im speziellen – zum Handballsport kommt, dann erwartet es sich vor allem viel Spaß und Spiele. Es möchte die Freizeit mit den Freunden verbringen, sich bewegen, mit anderen vergleichen und etwas erleben.

Das Hauptaugenmerk in der Betreuung der Kinder liegt dabei auf der Entwicklung der sportmotorischen Vielseitigkeit und der Spielerfähigkeit. In einfachen Übungsformen (z.B. Geschicklichkeitsübungen mit Ball, Zielwerfen, Dribbel-Parcours u. Ä.), kleinen Wettkämpfen (wie z.B. Staffelläufe) und einfachen Spielformen werden die individuellen Fähig-und Fertigkeiten geschult und verbessert, sowie die Teamfähigkeit entwickelt.

In den regelmäßig stattfindenden Spielefesten werden folgende Aktivitäten angeboten:

Geschicklichkeitsparcours: An verschiedenen Stationen können die Kinder ihre motorische Vielseitigkeit erproben. Ob das nun in einem Prell-Parcours oder bei einem Zielwerfen ist, man seine athletischen Fähigkeiten im Springen, Klettern oder Laufen testet oder sich in koordinativen Aufgaben ohne Ball versucht, die Palette an Angeboten ist sehr vielseitig.

Aufsetzer-Handball

Für die ganz jungen und Anfänger unter den Teilnehmern gibt es eine ganz vereinfachte Spielform des MiniHandballs. Auf einem Feld der Größe eines Volleyballfeldes werden an den Schmalseiten mit zwei Stangen ein übergroßes Tor (5-6m) aufgebaut und eine Schussbegrenzung bei ca. 4 m markiert. Im Spiel 3:3 versuchen die Kinder mit Hilfe einfachstem Regelwerk durch aufgesetzte Würfe Tore zu erzielen. Hierbei können die Regeln von Spiel zu Spiel an die Fähigkeiten der Kinder angepasst werden. Zur besseren Handhabung und auch die Angst vor den Würfen zu nehmen, wird hier mit einem Softball gespielt.
Da das Spielen im Vordergrund steht und nicht das Ergebnis, werden hier keine Wertungen und Spielergebnisse notiert. Auch gemischte Teams sind hier gerne gesehen.

Kiddy-Handball

Für die schon etwas fortgeschrittenen Kinder gibt es die nächste Stufe auf dem Weg zum „echten“ Handballspiel. Auf einem Spielfeld (variabel zwischen Volleyballfeld und Handball-Querfeld) werden zwei 4-5 m Wurfkreise markiert und kleine Tore (ca. 240 – 170 cm) aufgestellt. Im Spiel 3:3 oder 4:4 mit einfachen Regeln (die von Turnier zu Turnier ein wenig variiert werden können) und einem Rotationssystem im Tor soll den Kids das Handballspiel schmackhaft gemacht werden. Auch hier wird mit einem Softball gespielt, um die bessere Ballbehandlung zu gewährleisten und die Angst vor den Würfen im Tor zu nehmen.
Wie schon im Aufsetzer-Handball gehandhabt, wird es auch hier keine Wertungen und Ergebnisse geben. Das gemeinsame Spiel an sich und viele Erfolgserlebnis sollen im Vordergrund stehen.

Mini-Handball (U9, 9/10 Jahre)

Für ältere Volksschulkinder und fortgeschrittene SpielerInnen hat sich das Zielspiel 4 gegen 4 + Torwart auf dem Handball-Querfeld (mit 5m Wurfkreis) seit Einführung vor ca. 17 Jahren  sehr bewährt und führte zu einem sprunghaften Anstieg an vielen jungen Minihandballerinnen und Minihandballern in Österreich. Wie auch in der Spielstufe davor, bietet die Kombination der Spieleranzahl und der Manndeckung die Möglichkeit, Kinder nach ihrem individuellen Entwicklungsstand zuzuordnen und mit -bzw. gegeneinander spielen zu lassen, um viele Erfolgserlebnisse zu finden. Sie lernen in Vorbereitung auf das Zielspiel nicht nur gemeinsam für ihr Team Toren zu erzielen, sonder auch das Erobern der Bälle bzw. Tore zu verhindern. Diese Spielform ist mit ihrem einfachen Regelwerk auch im Volksschulbereich in jedem Turnsaal einfach umzusetzen und ermöglicht den Vereinen Schnupperstunden in den Schulen anzubieten.

In den Bundesländern werden regelmäßig Mini-Handball Turniere über die Saison verteilt in Zusammenarbeit mit den lokalen Vereinen angeboten bei denen auch Schulteams mit schnuppern können. Ein spezielles Angebot stellen eigene Mini-Handball-Events für Volksschulen in Österreich dar, die von Landesverbänden oder Vereinen organisieren werden.

Bei Fragen zu Spiel- und Trainingszeiten kontaktieren Sie ihren Handballverein in ihrer Nähe oder fragen Sie beim Handball-Landesverband ihres Bundeslandes nach.